Windenprojekt "SAM"

Projekt "SAM"

(aus dem Film Ghost - SAM aus dem Jenseits)

 

EKUWI

Elektro Kunststoffseil Winde


            

In einer HG-Sitzung am 30.11.2003 haben sich die 6 Vereinen entschieden den Windenbetrieb 
in Königsdorf gemeinsam zu organisieren und hierzu auch eine Winde zu kaufen.

Die Entscheidung fiel auf die Elektro-Winde ESW-2B von der Ulbrich Industrieelektronik GmbH.
Diese Winde war an dem Ziellande Wochenende in Königsdorf und hat mit einem sehr überzeugenden Konzept wesentlich zu der Entscheidungsfindung beigetragen. Mit einer ASK 13 sind zwischen 400 und 450 m erreicht worden bei normalen Wetterverhältnissen und mit Stahlseilen. Bei Einsatz von Kunststoffseilen werden zukünftig 500 m im Windenbetrieb erreichbar sein. Zum Vergleich - ein Stahlseil wiegt ca. 100 kg und ein Kunststoffseil ca. 10 kg -> Fazit: weniger Gewicht, was das Segelflugzeug tragen muss, weniger Massenmomente auf der Windentrommel und weniger Gewicht, was der Lepo ausziehen muss.
Viele Vorteile, die für ein Kunststoffseil sprechen.

Nachfolgend einige Vorteile, die für das Konzept sprechen:

Warum eine E-Winde ?
Jeder von uns bewundert die Fahrgeschäfte z.B. auf der Wies'n, wie hier Tonnen sanft angefahren
werden, brachial beschleunigt werden können und wieder zum Stillstand gelangen. Ein E-Motor lässt
sich wesentlich einfacher für die jeweiligen Anforderungen steuern und regeln als im Gegensatz zu
einem Verbrennungsmotor. Die Kernkompetenz dieser Regelung kommt von der Fa. Ulbrich. Jürgen
Volk ist zudem auch noch "Flieger" und so war es nicht abwägig hier ein neues Konzept aufzusetzen.
Die Erfahrungen für den Windenbau hat er in Zusammenarbeit mit der Fa Tost gesammelt - leider haben
sich die Wege getrennt und so konnte Jürgen in Zusammenarbeit mit seinem Kompagnon Markus Müller
den Windenaufbau weiter verbessern. 
Zu erwähnen sind z.B. 
- ein Getriebe mit Industriezahnräder -> LKW-Hinterachsen sind für diesen Einsatz nicht unbedingt
                                                         geeignet und meist werden schon Achsen mit hohen Lauf-
                                                         leistungen eingebaut. Kupplungen sind meist sehr anfällig.
                                                         Bei den Verbrennungsmotoren sind dann noch zusätzliche
                                                         Wandlergetriebe notwendig. Beim Einsatz eines E-Motors
                                                         kann dies entfallen - somit steigt auch der Wirkungsgrad des
                                                         Gesamtsystems.
- Einlaufrollen besonders gehärtet ->     Eingezogene Schirme und verbogene Rollen gehören somit der
                                                         Vergangenheit an.
- Scheibenbremsen  ->                        Für einen gleichmässigen Auszug der Seile ist eine Vorspann
                                                         kraft notwendig - hier können die Scheibenbremsen mit einer
                                                         Federvorspannung und Raster optimal eingestellt werden.
- Seiltrommeln ->                                Felgen o.ä. sind hier absolut ungeeignet, schon aufgrund der
                                                         enormen Kräfte, die hier auftreten. Die Trommel werden z.B. nun 
                                                         in einer Aufspannung abgedreht und bearbeitet, somit wird ein
                                                         ruhigerer Lauf erreicht.
- Aufspulvorrichtung  ->                        Eine exzentergeführte Aufspulvorrichtung garantiert eine gleich-
                                                         mässiges und schonendes Aufwickeln der Seile auf der Trommel

Dies sind nur einige Beispiele von Verbesserungen, die in den Feldversuchen entwickelt und verbessert
worden sind. Wer sich hierzu mehr erfahren möchte, kann sich informieren unter der Homepage von
Markus Müller:

                                       

Noch ein paar Worte zu dem Thema Strom und Winde:
In der Winde befinden sich 50 Stck. Standard-Starterbatterien mit 80 Ah. Der für den Start notwendige
Strom/Leistung wird aus diesen Batterien entnommen. Vorteil: man braucht nicht die Stromspitzen
vom E-Werk beziehen, sondern nur eine Grundlast. Diese Grundlast wird für das Nachladen der
Batterien benötigt - ca. 1 kW pro Start.
Je nach Durchsatz -Starts je Stunde- wir nun eine bestimmet Anschlussleistung benötigt -
20 kW für 20 Starts/h - wäre ein optimaler Wert ;-)
Es müssen nun Stromanschlüsse an die Windenaufstellplätze gelegt werden - 400V Starkstrom/Drehstrom
dies ist eines von den Teilprojekten, die es in der nächsten Zeit zu erledigen gilt.

Windenstarts werden auch bei uns in Königsdorf eine immer wichtigere Rolle spielen, sei es für die
Schulung/Ausbildung von Nachwuchs-Piloten oder auch für die JAR-FCL Bedingungen 25 Starts 
innerhalb der letzten 24 Monat (kontinuierlich). Die Notwendigkeit der F-Schlepps ist unumstritten, 
dennoch sollten wir im Sinne der Umweltverträglichkeit und Lärmemission den Windenstart fördern.
Und nicht zu vergessen der Geldbeutel, der hier wesentlich weniger belastet wird und dann bleibt 
auch nach einem erfolgreichen Tag ein Euro für ein gemeinsames Bierchen oder Spezi über ;-)

Finanzierung:
Einen Überblick über die Finanzierung kann sich jeder aus dem Link der "Kalkulation" verschaffen -
hier ist einmal die Planung aufgeführt und dann die Liquiditätsrechung. Im Resumee ist zu sagen, dass
das ganze Projekt Winde, Stromkabel,  Lepo usw. ein Umfang von ca. 92.000 € hat. In der Liquiditäts-
rechung kann man sehr schön sehen, dass die Abzahlung in gut 10-12 Jahren erfolgen kann, nur durch
die Einnahmen aus den Startgebühren bei einem Startvolumen von 2.500 - 3.000 Starts/Jahr.
Bei detaillierteren Fragen bitte an mich wenden alico.sternbeck@t-online.de. 

Wie geht es nun weiter ?
Die nächsten Monate werden durch viele organisatorische Massnahmen und auch handwerkliche
Aktivitäten geprägt sein. Hier sind Ideen und helfende Hände gefragt.
In 2004 werden wir alle gemeinsam für den Windenbetrieb  und die Pflege verantwortlich sein.... und
sicherlich wird es hier und da Probleme und Reibungsverluste geben, aber wenn wir alles zusammen
helfen.... schaffen wir das !!!
Die hier eingerichtete Page soll helfen einen Überblick über die einzelnen Projekte und Verantwortlich-
keiten zu geben und alles Wissenswerte über den Windebetrieb zu vermitteln.

Euer HG-Windenteam                                 
Alico 
02.12.2003

Präsentation  -> hier klicken

 

Kalkulation -> wer Interesse an der Kalkulationsgrundlage hat, möge mir bitte ein kurzes
 Mail schicken: alico.sternbeck@t-online.de